© Ridvan Yumlu-Schiessl
Lernwerkstatt des Campus Rütli - CR2

Modell Rütli

Menschen aus 160 Nationen sind in Neukölln zu Hause. Bevölkerungswanderung und wirtschaftlicher Strukturwandel haben dazu geführt, dass sich im Norden Neuköllns sozial benachteiligte Haushalte konzentrieren. Der Anteil der Bewohner mit Migrationshintergrund ist mit über 50 Prozent deutlich höher als neuköllnweit. Der Anteil von Kindern nicht deutscher Herkunftssprache in den dortigen Schulen und Kindergärten liegt durchschnittlich bei 90 Prozent.

Fehlende Schulabschlüsse und Ausbildungsqualifikation, hohe Arbeitslosigkeit und Kriminalität haben das Bild vom sozialen Brennpunkt Neukölln in und über Berlin hinaus geprägt. Die schwierige soziale Situation spiegelte sich auch in der damaligen Rütli-Schule wider, die 2006 negativ in die Schlagzeilen geriet. Seit 2007 ist auf dem Campus aus einer Hauptschule, einer Realschule und einer Grundschule eine Gemeinschaftsschule mit Ganztagsbetreuung entstanden.

Zielsetzung

Schule, Bezirk und Senat drohen, bisweilen in ihren üblichen Abläufen an Effektivität zu verlieren.
Der Einsatz von Bürgern soll helfen, neue Aktivitäts- und Kooperationspraxen anzustoßen und so eine „Problemschule“ zum Zentrum eines integrierten, kulturelle und soziale Vielfalt als Ressource nutzenden Kiezes zu machen. Das Projekt versteht sich als Modell, nicht als einmaliger Sonderfall. Gemeinsam mit dem Bezirk Neukölln und in der Betreuung der Schirmherrin Christina Rau arbeiten wir seit 2007 daran, am Beispiel „Campus Rütli“ auf soziale und gesellschaftliche Herausforderungen mit einer modellhaften Entwicklung zu antworten, die auch für andere Städte vorbildlich werden kann.

Verantwortlich für die Initiative

  • Christina Rau

Koordination

Mitwirkende

  • Volker Hassemer
  • Cordula Heckmann
  • Dieter Rosenkranz
  • Sascha Wenzel

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