5 Ziele zur Zukunft-Strategie der Hauptstadt

1 Berlin – die Stadt, um Freiheit zu leben

Berlin ist die weltoffene, einladende, tolerante Stadt. Die Stadt, um eigene Freiheit zu erfahren und zu leben. Die Stadt des Respekts und der Solidarität gegenüber anderen: Die Stadt der Freiheit miteinander.

Der Mensch, die Bürgerinnen und Bürger, stehen im Zentrum – frei, selbstbestimmt, verantwortlich, solidarisch handelnd und solidarisch behandelt. Ihre Bildung und Ausbildung, ihre Entwicklungs-möglichkeiten, ihre Gesundheit, ihr persönliches und familiäres Wohlergehen – das steht im Mittelpunkt allen politischen Handelns.

Bürgerinnen und Bürger, die ihre Wirksamkeit und ihre Verantwortung für die Gesamtstadt entfalten und wahrnehmen können und wollen. Auf vielen Gebieten, vom Sport bis zur Kultur, um nur zwei Bereiche beispielhaft zu nennen.

Freiheit ist nie grenzenlos. Der Rahmen, in dem sich Freiheit und Toleranz entfalten können und sollen, wird durch verbindliche Rechtsregeln vorgegeben. Sie definieren, solange sie gelten, den Gestaltungsraum für Freiheit, für individuelle und gesellschaftliche Entwicklung, für Toleranz und politische Ermessensentscheidungen.

Politik hat die Aufgabe, derartige Gestaltungsfreiräume zu schaffen und zu erhalten, aber auch sie im Interesse der Stadt und ihrer Bürger zu nutzen.

Das bedeutet: frei zu leben ist ohne Sicherheit nicht möglich. Dazu gehören körperliche Unversehrtheit und die Sicherheit in der persönlichen wirtschaftlichen und sozialen Existenz.
Solche Sicherheiten kann eine Stadt nicht garantieren, sie muss sie aber für ihre Bürgerinnen und Bürger permanent anstreben.

2 Berlin – die Stadt der Bürgerinnen und Bürger

Berlin ist die Stadt der Bürger und eine Stadt für die Bürger. Eine Stadt „durch“ ihre Bürgerinnen und Bürger. Eine Stadtgesellschaft in gegenseitiger Verantwortung und solidarischer Gemeinschaft.

Die Mitverantwortung der Bürger ist der beste Garant für die Qualität der städtischen Atmosphäre, der gebauten Stadt, des öffentlichen Raums und daraus folgend der Stimmung in der Stadt. Das gemeinsame Ringen (nicht die Durchsetzung von Einzelinteressen) um die bestmöglichen Antworten, getragen von eigenen Überzeugungen, aber auch der Respektierung anderer.

Berlin – Eine Stadt, deren Regierung nicht beherrscht, sondern dient.

Die ihre Verantwortung wahrnimmt, nicht ihren Machtanspruch exekutiert. Die ihre Souveränität in der Offenheit für Neues, für Argumente von außen, ihrer Lernfähigkeit demonstriert.

Berlin – Eine Stadtgesellschaft, deren Fähigkeiten auf Bildung und Ausbildung, auf kultureller Vielfalt und auf gegenseitigem Respekt beruhen.

Diese Fähigkeiten sollen nicht nur für private Interessen, sondern vor allem auch für gemeinsame, öffentliche Vorhaben eingesetzt werden. Gemeinwohl und Solidarität müssen damit noch mehr als bisher zu Leitlinien des sozialen und politischen Handelns aller werden, um den Zusammenhalt in dieser großen, vielfältigen und unterschiedlichen Stadtgesellschaft Berlins zu fördern.

Berlin – eine Stadt mit Mitverantwortung der Bürger und Bürgerinnen.

Dafür muss das Management der Stadt Ansatzpunkte entwickeln und sicherstellen. Die Mitverantwortung der Bürger muss an klar definierten Stellen im Prozess der Entscheidungs-vorbereitung ihren Platz haben.

3 Berlin – die Stadt mit Kunst, Wissenschaft und Kultur als ihren zentralen Ressourcen

Kultur und Wissenschaft sind die wichtigsten Säulen für die städtische Entwicklung: der individuellen wie der gesamtstädtischen, der ökonomischen wie der sozialen und gesellschaftlichen.

Dies hat eine untrennbare doppelte Konsequenz:

  • Exzellenz in Kunst und Wissenschaft
  • Durchlässigkeit für die persönliche Entwicklung jedes einzelnen, seine Bildungschancen.

Wissenschaft, Kunst und Kultur insgesamt brauchen ausreichend große Freiräume, in denen sie sich entwickeln können. Kunst und Wissenschaft

  • frei und selbstbestimmt, autonom in ihrer Praxis, in ihren Anlässen und Zielen
  • und zugleich (und gerade deshalb) die Grundlage für die städtische, die wirtschaftliche und soziale Zukunftsentwicklung der Stadt.

In Berlin ist Kulturpolitik zugleich Wirtschafts-, Sozial-, ist Stadtentwicklungspolitik.

Staatliche Förderung ist notwendig, um Stärken zu Exzellenz auszubauen und Schwächen abzubauen, sie darf aber die Vielfalt, die Kreativität und Innovation nicht einschränken.

4 Berlin – die Stadt mit einem modernen, den Herausforderungen und Möglichkeiten des 21. Jahrhunderts gerecht werdenden Management

Berlin entwickelt die besten Voraussetzungen für die „Smart City“. Es bündelt dafür eine Trias der Voraussetzungen:

  • Interesse und Offenheit aller politischen Kräfte und der Zivilgesellschaft zum Zusammenwirken
  • Bereitschaft und Fähigkeit der Bürgerinnen und Bürger, die Zukunft der Stadt mitzugestalten
  • Effektive Dienstleistung der Verwaltung unter Nutzung moderner Technologien

5 Berlin – die Stadt, die sich ihrer Verantwortung, ihren Chancen national und international stellt

Eine Stadt, die lebt und ausstrahlt, dass es ihr nicht nur um sich selbst geht. Die ihre Aufgaben und Chancen gegenüber dem Land und der Welt offensiv wahrnimmt.

Berlin ist eine internationale Millionenmetropole, in der über 3,5 Millionen Menschen aus allen Teilen der Welt leben. Die Stadt hat sich in den letzten 25 Jahren stark verändert und sie wächst weiter.

Bisher ist es in Berlin trotz der Zuwanderung und der steigenden Mieten gelungen, die soziale Mischung in den innerstädtischen Kiezen weitgehend zu erhalten – diese bunte Mischung aus Wohnen und Gewerbe, großen und kleinen Grünflächen, großen und kleinen Läden, Kultur- und Freizeiteinrichtungen, Kindergärten, Schulen etc.

Berlin ist die Hauptstadt Deutschlands aber auch eine lebenswerte, kreative, bunte, vielfältige, offene und tolerante Stadt. Diese positiven Eigenschaften gilt es zu erhalten, denn damit unterscheidet sich die Stadt von anderen Metropolen.

Darum gefällt Berlin den Menschen im In- und Ausland. Daher wächst auch der Tourismus von Jahr zu Jahr und gerade junge Menschen kommen hierher.

Verantwortlich für die Initiative

  • Dr. Volker Hassemer

Koordination

Mitwirkende

  • Hartmut Bäumer
  • Hermann Borghorst
  • Philipp Bouteiller
  • Wolfgang Branoner
  • Ulrich Deppendorf
  • Ton Doesburg
  • Manfred Gentz
  • Birgit Grundmann
  • Marion Haß
  • Roland Hetzer
  • Richard Hilmer
  • Barbara John
  • Wolfgang Kaschuba
  • Alexander Kiock
  • Urs Kohlbrenner
  • Rolf Kreibich
  • Erik Lindner
  • Cornelia Poczka
  • Stefan Richter
  • Thomas Schindler
  • Peter Schiwy
  • Peter Schiwy
  • Günter Stock
  • Carl Wechselberg
  • Matthias Weidlich
  • Andre Wilkens
  • Jürgen Zöllner
  • Michael Zürn

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