Kleingärtner – „Nützlinge“ für die Stadt

Im Jahrbuch 2017 der Kleingärtner schreibt Volker Hassemer unter anderem: Die Kleingärtner in ihren Kolonien bilden das ab, was Gemeinschaft in einer Stadt bedeuten kann und sollte. Sie halten zueinander, sie streiten sich natürlich auch, (und das manchmal nicht zu knapp), aber sie einigen sich immer und bekommen eine gemeinsame Lösung hin.

Da könnten die Stadtbürger noch viel von den Kolonie-Bürgern lernen. Dass nämlich das gemeinsame Interesse an der Kolonie, die gemeinsame Freude, der gemeinsame Nutzen, den man hat, dass das alles auch mit einer gemeinsamen Verantwortung zu tun hat. Die Kolonie funktioniert nur dann, wenn letztlich alle sich als aktiv Verantwortliche empfinden und danach handeln. Ein Vorbild für die ganze Stadt.

Sie sind schon ein besonderes Völkchen, diese Kleingärtner. Aber ein gutes. Die meisten von ihnen eingeschworene Berliner. Solche also, die über ihre Stadt meckern, aber fuchsteufelswild werden, wenn das andere tun.
 
Der komplette Text erschien in „Der Berliner Kleingärtner. Jahrbuch zur Geschichte des Kleingartenwesens in Berlin. Band 3“, Juni 2017.

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