Kulturforum und geplanter Museumsbau

Was ist jetzt noch möglich, damit das neue Museum den notwendigen, weil entscheidenden Beitrag zum Kulturforum leistet? Diese Frage bestimmt unsere Arbeit in der Arbeitsgruppe „Kulturforum“. Wir wollen den Fortgang der Vorbereitung des Museumsbaus nicht blockieren, wir wollen aber auch nicht akzeptieren, dass durch ihn die Zukunftsperspektive für das Kulturforum verbaut wird.

Am 22. Februar trafen sich deshalb zu einem nichtöffentlichen Gespräch auf Einladung der Sektion Baukunst der Akademie der Künste und der Initiative Kulturforum der Stiftung Zukunft Berlin mehrere Mitglieder der Akademie und weitere Fachleute mit dem stellvertretenden Präsidenten der Stiftung Preußischer Kulturbesitz Günther Schauerte, Günter Winands und Ingo Mix vom Büro der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie Abteilungsleiter Manfred Kühne von der Stadtentwicklungsverwaltung.

Grundlage des Gesprächs waren die vier Forderungen der Stiftung Zukunft Berlin an die anstehende Ausarbeitung des Siegerentwurfs für das Museum des 20. Jahrhunderts (M20). Obenan steht für die Stiftung die Forderung, im Interesse der Stadtentwicklung Berlins ein wirkliches, den öffentlichen Raum dauerhaft bestimmendes Forum zu entwickeln.

Diese übergeordnete Forderung richtet sich primär an die zuständigen Senatsverwaltungen und ist aus Sicht der Stiftung mit einzelnen Aspekten des preisgekrönten Entwurfs für das M20-Projekt nicht vereinbar. Darum folgen aus der Forderung nach einem Forum die drei weiteren Forderungen:  

  • Verschiebung bzw. Verschwenkung der Potsdamer Straße, 
  • Verringerung des Bauvolens von M20 und
  • Beachtung der Eigenständigkeit der St. Matthäus-Kirche als Bauwerk, historisches Zeugnis und Akteur am Kulturforum.


Die Diskussion am 22. Februar war nicht ohne Kontroverse, aber im Ergebnis durchaus kooperativ. Die Stiftung Zukunft Berlin zieht gemeinsam mit der Akademie der Künste das Fazit, dem die Vertreter des Bundes nicht wirklich widersprachen:

  • dass nun unverzüglich die Implikationen der vier Forderungen im einzelnen durch eigene Untersuchungen konkretisiert werden müssen,
  • Kosten und Zeitaufwand der dabei erarbeiteten Ergebnisse dem beabsichtigten langfristigen Nutzen für das Kulturforum gegenüberzustellen sind und
  • die Befunde so rechtzeitig ermittelt werden müssen, dass sie den Auftraggebern und Bauherren des Projektes M20 und seinen Architekten sowie den politischen Entscheidern in Berlin vorliegen, bevor die endgültigen Planungs- und Architekturentscheidungen gefällt werden.

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