Abschied nach 33 Jahren: Götz Friedrichs „Ring“ an der Deutschen Oper

Götz Friedrich, leidenschaftlich, eine Energiezentrale, sich seines Könnens und seiner Arbeit bewusst, alleinherrschend an „seinem“ Haus, aber mit hohen Respekt gegenüber seinen Mitarbeitern und Partnern, niemand schonend, am wenigsten sich selbst, selbstbewusst, fordernd und durchsetzungsstark, aber auch – überraschend – kompromissbereit. Einer, der seiner Mission folgte, dafür lebte und andere dafür gewann, mit „Stützpunkten“ in der ganzen Welt, aber wie niemand sonst mit der „Deutschen Oper Berlin“ zusammengewachsen, sie prägend wie niemand sonst; dort lieber Bu's (die ihn durchaus trafen) einsteckend als seinen Weg zu verlassen. Das alles in der Symbiose mit Karen.

von Volker Hassemer (damals der Kultursenator)

In diesem Monat zeigt die Deutsche Oper zum letzten Mal Götz Friedrichs „Ring“-Inszenierung. Premiere hatte sie an der Deutschen Oper Berlin am 16. September 1984.

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